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NEUIGKEITEN

Lyon oder: meine Entdeckung des Vereinslebens

Als ich Weimar nach zwei Semestern verlassen habe, glaubte ich zu wissen, was mir zweifellos fehlen würde: den wunderbaren Sternenhimmel beim Überqueren der Sternbrücke im nächtlichen Ilmpark anzusehen, Kommilitonen zufällig über den Weg zu laufen (ein Hoch auf das Kleinstadt-Leben) und einen Latte Macchiato mit Sojamilch für 1 € in der berühmten M18 (dem super gemütlichen Studierendenhaus) zu trinken. Und natürlich um 09:10 loszufahren, wenn der erste Kurs um 09:15 begann (auf dem Fahrrad und mit einer kleinen Verspätung, zugegeben).

Bei meiner Ankunft in Lyon merkte ich schnell, dass Weimar mir doch nicht so sehr fehlen würde. Trotz der Größe der Stadt kreuzte ich bei einem Stadtspaziergang oft andere EMKler (was wir den „Weimar-Effekt“ getauft haben – ein EMK-Studierender zieht Seinesgleichen auf natürliche Weise an). Die Lichtverschmutzung machte die nächtliche Sternebeobachtung unmöglich, aber die wunderbar erleuchteten Brücken über der Rhône und der Saône machten das wett. Der kurze Weg zur Uni in Weimar wurde durch einen anstrengenden, verhältnismäßig langen Weg per Tram ersetzt, um zum Campus von Bron zu gelangen - eine halbe Stunde, eingezwängt zwischen einer Masse von Studierenden im einzigen vernünftigen Transportmittel zwischen Lyon und Bron. Selbst an dieser Strecke habe ich Gefallen gefunden: mit einem Buch in der Hand war ich in meiner Blase, auch wenn ich mich in der Menge manchmal kaum aufrecht halten konnte.

In der Mithilfe bei verschiedenen Vereinen mit Sitz in Lyon bin ich am meisten aufgegangen. Die nennenswerten Vereine, an denen ich teilgenommen habe, waren unterschiedlicher Natur. Ein halbes Jahr lang habe ich an der Essensausgabe an bedürftige Personen, also vor allem obdachlosen Menschen, mitgeholfen. Die meisten Mitglieder waren Berufstätige maghrebinischer Herkunft, die mich und eine Freundin von EMK herzlich in ihr Team aufgenommen haben.

Seit meiner Ankunft bin ich ebenfalls aktives Mitglied von „Sentience Lyon“, einem mit Mitteln der Université Lumière Lyon 2 finanzierten Verein. Er ist darauf ausgerichtet, den veganen Lebensstil zu verbreiten und das Bewusstsein wecken, dass nicht nur Menschen fühlende Lebewesen sind. Eine unserer Strategien waren selbstverständlich vegane Buffets – was gibt es Leichteres, um Studierende für ein Event zu motivieren als kostenloses Essen? Als ich mit drei anderen Mitgliedern Ko-Präsidentin geworden bin (als einzige Ausländerin), habe ich verstanden, wie ein französischer Verein wirklich funktioniert: vom Status als Verein bei der Präfektur von Lyon bis hin zur jährlichen Subventionsanfrage bei der Uni (inklusive kleiner Jurysitzung). Wir haben Kochworkshops, Konferenzen und Filmprojektionen organisiert – was nicht immer reibungslos verlaufen ist, unter anderem weil man Bürokratie in Frankreich anscheinend sehr schätzt.

Von Zeit zu Zeit betreue ich die Stände des AVF, des französischen Vegetarierbundes. Da er offen für alle Altersgruppen ist, haben die Veranstaltungen mich oft dazu veranlasst, mit Personen aus den unterschiedlichsten Milieus ins Gespräch zu kommen. Andere Aktivismus-Gruppen für Tierrechte haben mich dazu gebracht, mich auszutauschen und teils hitzige Diskussionen mit Menschen zu führen, die anderer Meinung sind. Dazu braucht es schon Vokabular!

Ich ermutige also jeden – allen voran die Deutschen, die in Lyon ankommen – sich über Vereine zu informieren, die ihnen interessant erscheinen. Für mich war das eine exzellente Möglichkeit, interessante Menschen kennenzulernen, gute Freunde zu finden, an meinem Französisch zu feilen und eine bereichernde Beschäftigung zu haben, der ich meine Zeit außerhalb der (zahlreichen) Vorlesungen und Seminare widmen konnte.

Annika Wappelhorst (EMK, 5. Semester) 

Spendenaufruf Feature

Spendenaufruf 





Liebe EMK-Alumni, liebe EMK-Alumnae,

seit über fünf Jahren besteht der EMK Alumni-Verein bereits. Seit seiner Gründung im Jahr 2013 haben sich knapp 200 EMK-Studierende und Alumnibei fünf „Jahrestreffen“ über Erinnerungen und Erfahrungen ausgetauscht, sich neu kennengelernt und vernetzt, verschiedene Medienunternehmen besichtigt, die Vereinsarbeit vorangetrieben und schöne gemeinsame Momente erlebt. Neben diesem jährlichen Highlight zählen aber auch viele kleinere Aktivitäten und Projekte wie Stammtische in unterschiedlichen Städten, gemeinsame Kinobesuche und ein EMK-Film zu unserem Vereinsleben.
Diese Begegnungen sind unbezahlbar. Gerade heute ist es wichtiger denn je, den Austausch über nachbarschaftliche Grenzen hinweg zu pflegen, den europäischen Gedanken auch nach dem Studium weiterzutragen und sich gegenseitig zu unterstützen. Das, was der EMK Alumni-Verein leistet, ist mehr als die bloße die Erinnerung an vergangene Zeiten. 
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HAPPY BIRTHDAY ALUMNI-VEREIN! Feature

Fünf Jahre gibt es den EMK-Alumniverein nun bereits und das diesjährige Jahrestreffen vom 21. bis 25. Juni war auch ein Grund, dieses erste Jubiläum zu feiern. Dieses Jahr haben wir – aktuelle EMKler*innen und Alumni – uns auf den Weg nach Bonn gemacht, um uns wiederzusehen, neue Leute kennen zu lernen, uns auszutauschen, zu netzwerken und natürlich auch ein bisschen Vereinsarbeit zu machen.

Die Epizentren des Jahrestreffens waren das Institut francais de Bonn, wo ein Großteil des Programms stattgefunden hat und die beiden Hostels in der wunderschönen Altstadt, wo wir alle untergebracht waren.

Das Orgateam des Jahrestreffens hat wieder ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Bei Sprachanimationen und Networking-Sessions haben wir uns besser und neu kennen gelernt, bei einem Besuch der Deutschen Welle wurden wir in die Geheimnisse dieser Rundfunkanstalt eingeweiht und waren beim „EMK-Tatort“ einer Diebin auf der Spur ... Auch die Vereinsarbeit durfte nicht zu kurz kommen: Es hat sich eine Gruppe für den Film des Jahrestreffens konstituiert, eine Gruppe Kommunikation, die sich der Website und des Newsletters widmen wird, sowie das Orgateam für das nächste Jahrestreffen, das höchstwahrscheinlich Ende Juni 2019 in Frankreich stattfinden wird. Außerdem wurde ein neuer Vorstand gewählt: Alexandra Seidel (Vorsitzende), Moritz Hartmann (stellvertretender Vorsitzender), Florica Gay (Schriftführerin) und Rosa Feigs (Schatzmeisterin, wie bereits im letzten Jahr) werden die Geschäfte des Vorstands in den nächsten Monaten führen.

Aber auch abseits des offiziellen Programms verbrachten wir die Zeit gemeinsam in Bars, im Aufenthaltsraum des Max Hostels oder auf den Straßen Bonns. EMK schweißt zusammen, auch Jahre nach dem Abschluss! 

Bis zum nächsten Jahr!

Text: Moritz Hartmann

 

Das erste Semester in EMK? Super geil! Feature

Die Erstis berichten von ihren ersten Eindrücken im EMK-Studiengang.
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Praktikum in New York (Sommer 2017)

Um noch ein bisschen mehr praktische Erfahrung zu sammeln, habe ich im Sommersemester 2017, nachdem die Zeit in Lyon vorbei war, ein Urlaubssemester eingelegt. Zunächst war ich zwei Monate im Goethe Institut in Lille und habe dann von Juni bis August ein Praktikum bei Frankfurt Book Fair New York Inc absolviert, über das ich hier ausführlicher berichten darf. Das FBFNY gehört zur Frankfurter Buchmesse und hat die Aufgabe, Übersetzungen deutscher Literatur in den USA zu fördern und zu unterstützen. Ich interessiere mich schon länger für die Buch- und Verlagsbranche und so schien ein Praktikum in diesem Bereich und im Ausland sehr spannend.

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